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Palliative Schmerztherapie

Die palliative Schmerztherapie hat als Ziel eine Linderung der Schmerzen bei osteoblastischen Skelettmetastasen durch Prostata-, Mamma- oder Bronchialkarzinom. Eine Heilung der Knochenmetastasen oder Verlängerung der Überlebenszeit ist jedoch nicht möglich.
Die Therapie erfolgt durch iv-Injektion eines radioaktiv markierten, osteotropen Tracers. Als Radionuklid wird der ß-Strahler 153-Samarium eingesetzt. Die Anreicherung an das Skelettsystem ist abhängig von der osteoblastischen Aktivität der Metastasen. Nur ein Teil des applizierten radioaktiven Tracers wird im Skelett angereichert, der Rest wird über die Nieren ausgeschieden.
In den ersten Tagen nach Applikation kann es zu einer vorübergehenden Schmerzverschlimmerung kommen. Nach 5 - 7 Tagen ist dann eine Schmerzlinderung zu erwarten, die 3 - 5 Monate anhalten kann. Ein Ansprechen auf die Therapie (Schmerzfreiheit oder deutliche Linderung der Schmerzen) ist in 70 - 80% der Fälle zu erwarten. Bei Nachlassen des therapeutischen Effektes kann die Therapie ein- bis zweimal wiederholt werden.

Indikationen

  • schmerzhafte osteoblastische Metastasen

Kontraindikationen

  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Drohende oder bestehende Rückenmarkkompression
  • Vorbestehende Knochenmarkdepression
  • Niereninsuffizienz
  • Leberinsuffizienz

Voraussetzungen

Zur Therapieplanung unbedingt erforderlich sind:

  • Skelettszintigraphie (nicht älter als 4 Wochen) mit dem Nachweis osteoblastischer Metastasen (kann auch bei uns durchgeführt werden).
  • Blutbild: Leukozyten > 2400, Thrombozyten > 60000, Kreatinin: < 1,8.
  • Vorbefunde (z.B. CT und/oder MRT-Aufnahmen, wenn vorhanden).
  • Bisphosphonattherapie muss 48 Stunden vor der Radionuklidgabe pausieren.

Ablauf der Schmerztherapie

Der Patient kann frühstücken und sollte am Vormittag vor der Injektion mindestens 0,5 l trinken. Nach der Injektion sollten weitere 1,5 Liter Flüssigkeit getrunken und die Blase häufig entleert werden.

Nach der Injektion bleibt der Patient noch 4 Stunden zur Überwachung in unserer Abteilung. Danach wird eine Verteilungsszintigraphie angefertigt, um die wunschgemässe Anreicherung des Tracers in den Metastasen zu dokumentieren. Anschließend kann der Patient nach Hause gehen.
Gesamtdauer ca. 5 Stunden

Nachsorge

Erfahrungsgemäss kommt es nach der Therapie zu einem temporären Abfall der Thrombozyten und Leukozyten. Deshalb sind in den ersten sechs Wochen regelmässige Blutbildkontrollen in 14-tägigen Abständen erforderlich. Diese Kontrollen können selbstverständlich auch beim Überweiser oder Hausarzt durchgeführt werden.

In diesem Fall bitten wir um Mitteilung der Ergebnisse per Fax (0981/484-2023).

Dr. Mark Segmüller

Adresse:
MVZ im Klinikum Ansbach
Escherichstraße 1
91522 Ansbach
Tel.: 0981/484-2022 
Fax: 0981/484-2593

Sprechzeiten:
Mo - Fr  7:30 - 16:30
und nach Vereinbarung