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Wächterlymphknotenszintigraphie

Das Wächterlymphknotenkonzept basiert auf der Beobachtung, dass die lymphatische Metastasierung bösartiger Tumore zunächst nur in Lymphknoten erfolgt, in die der Tumor direkt drainiert. Diese Lymphknoten sind die primären Filterstationen von Tumorzellen in der Lymphe und werden deshalb als Wächterlymphknoten bezeichnet. Um diesen Wächterlymphknoten sichtbar zu machen, werden radioaktiv markierte Partikel (Kolloide) injiziert, die in den Lymphbahnen abfließen und in den Lymphknoten angereichert werden. Der dargestellte Wächterlymphknoten wird während der Tumoroperation mit Hilfe einer Gammasonde nachgewiesen und kann so gezielt entfernt und sofort histologisch untersucht werden. Das Ergebnis entscheidet dann über den Umfang der Lymphknotenentfernung. Dadurch können unnötige, radikale Lymphknotenausräumungen, die häufig mit unangenehmen Nebenwirkungen verbunden sind, vermieden werden.

Indikationen

Präoperative Darstellung des Wächterlymphknotens bei lymphogen metastasierenden Tumoren wie z.B.

  • dem Mammakarzinom
  • dem malignen Melanom
  • den Tumoren des kleinen Beckens (Vulva, Prostata).

Voraussetzungen

Die Untersuchung erfolgt in der Regel einen Tag vor der Operation. Die Anforderung dieser Untersuchung wird von der Station, auf der sich der Patient befindet, gestellt.

Spezielle, vorbereitende Maßnahmen sind nicht erforderlich.

Untersuchungsablauf

  • Anamnese- und Aufklärungsgespräch
  • Die Injektion der Tc-99m markierten Kolloide erfolgt entweder um den Tumor herum, bei nicht tastbaren Tumoren der Mamma um die Mamille. Nach der Injektion wandert der Tracer über die Lymphgefäße in die regionären Lymphknoten.
  • Durch Massage oder Bewegung kann der Abfluss beschleunigt werden.
  • Sobald sich der Wächterlymphknoten darstellt, werden Aufnahmen in verschiedenen Ebenen angefertigt.
  • Abschlussgespräch

Die Untersuchungsdauer hängt von der Darstellung des Wächterlymphknotens ab, es werden Aufnahmen von 5 Minuten bis 4 Stunden nach Injektion angefertigt.

Das Ergebnis wird mit dem Operateur besprochen.

Dr. Mark Segmüller

Adresse:
MVZ im Klinikum Ansbach
Escherichstraße 1
91522 Ansbach
Tel.: 0981/484-2022 
Fax: 0981/484-2593

Sprechzeiten:
Mo - Fr  7:30 - 16:30
und nach Vereinbarung